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25.05.2010
Zugerberg Finanz AG
SCHULDENKRISE UND (BEVORSTEHENDE) REGULIERUNG BELASTEN DIE MÄRKTE
In der vergangenen Woche kam es an den Aktienmärkten zu weiteren Verlusten, nachdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutsche Finanzaufsicht BaFin ihre Absicht bekräftigt hatten, die Finanzbranche stärker zu regulieren, und ungedeckte Leerverkäufe von Aktien und Staatsanleihen aus Euro-Ländern verboten. Das politische Signal der international nicht abgestimmten Regulierung war verheerend, weil es zeigte, dass es keine Koordination in der Eurozone gibt. Eine entsprechende Schockwelle zog sich durch die Märkte, wobei die Finanztitel erneut besonders stark betroffen waren. Die Billigung des Gesetzesentwurfs zur Finanzreform durch den US-Senat sorgte ebenfalls für negative Stimmung. Der S&P 500 verlor 4.23%, der SMI 3.45%, und der DAX 3.76%. Noch stärker traf es die NASDAQ (-5.02%) sowie den japanischen Nikkei (-6.48%). Sämtliche führenden Indizes notieren nun auf Jahresbasis im Minus, hat die Korrektur doch mittlerweile ein Ausmass von 12% - 15% erreicht. Dabei überrascht nicht, dass die Volati-lität im Zuge von Panikverkäufen ein neues Jahreshoch erreichte.Die von uns verwalteten Depots waren auch in der vergan-genen Woche reduziert von der Korrektur betroffen. Gehol-fen hat dabei der Anstieg des Euros von 1.41 auf über 1.44, sowie des US-Dollars von 1.14 auf 1.15. So stehen wir heute – mit Ausnahme des SELECT – bei sämtlichen Strategien teils deutlich besser da als die Indizes. Die Flagschiffe unserer Vermögensverwaltung, die Fondspickings, notieren weiterhin im Plus, was auf die sehr gute Diversifikation (Asset Klassen, Regionen, Währungen) und den best-in-Class-Ansatz bei den Fonds zurückzuführen ist. Natürlich sind auch wir bedrückt über die in den vergangenen Wochen verlorenen Prozente, sehen uns in unserer Strategie aber einmal mehr bestätigt: Nachdem die Depots im Anstieg mehr zulegten als die Indi-zes, sind sie nun von der Korrektur nur reduziert betroffen.Wie im vergangenen Wochenbericht angekündigt, nutzen wir die erneute Kursschwäche, um einen Teil der Neugelder sowie der verfügbaren Liquiditäten und die Monatsraten bei den Aufbauplä-nen zu plazieren.Wir halten momentan an unserer Strategie fest, überprüfen die Situation aber täglich. Wir halten den derzeitigen Ausverkauf für übertrieben, eine Folge von Panikreaktionen unter den Anlegern. Die Stimmung ist enorm schlecht, und wenn die Historie eine Indikation ist, dürften wir nahe an den Jahrestiefständen ange-langt sein. Viele Indizes weisen nun ein KGV von unter 10 auf. Dies, obwohl die Unternehmen restrukturiert haben und bereits wieder satte Gewinne erwirtschaften. Wir sind der Meinung, dass viele Aktien auf Sicht von 12-18 Monate ein erhebliches Potenzial bieten. Zu dieser Ansicht kamen am Freitag wohl auch die US-Anleger. Nach einem Minus von 1.5% in den ersten Handelsminu-ten legten die US-Indizes kontinuierlich zu und erreichten bis zum Ende der Session ein Plus von 1.25% (Dow Jones) resp. 1.50% (S&P 500). Das Volumen war mit 2.3 Milliarden gehandelten Aktien am Big Board sehr eindrücklich, und mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der vergangenen 200 Tage. Wenn auch die Unsicherheit über die Regulierung und die Schuldenkrise uns noch länger begleiten dürfte, dürfte der Fokus auf die Unterneh-mensergebnisse und Fundamentaldaten in den kommenden Wo-chen wieder in den Vordergrund rücken. So erachten wir das weitere Abwärtsrisiko zurzeit als deutlich geringer als das Auf-wärtspotenzial.